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Windschatten

Ich führe mich lieber auf, als vor. Ich theaterisiere. BYPWR! Ich hatte so gepanikt, dass Gliedmaßen nicht mehr zu mir gehörten und Wolken viel schneller an mir vorbeizogen, während Gedanken zäh wie wie Karamell meine Hirnwände runter floss. Ich erlebte, wie meine Sinne starben, weil ich meinen Körper nicht mehr wahrnahm, sondern eins mit der Welt wurde. Ich fühlte Regen, obwohl ich die Wärme der Sonne spürte, und durch meine letzte Unterhaltung, die mit dem Wind, weiß ich, dass er es ist, der einem die Augen schließt, nachdem er dich ganz ganz weich umarmt hat.

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Zufälligunfair

grass

Ich bin hundemüde. Ohne Hund. Meine Gedanken schießen querfeldein auf einer Wiese ohne Blumen. Und ohne Hund. Wenn ich die Augen schließe, weil ich muss, dann sind da diese Bilder von getrockneten Grashalmen, die schon gar nicht mehr grün sind, aber trotzdem noch mitsamt Wurzel in der Erde stecken. Eigentlich ist das ein Sinnbild für mein Leben. Zwischen den Halmen erscheinen Gestalten – impulsartig öffne ich meine Augen und starre nach Draußen in einen Himmel, der die Sonne schon fast komplett in sich aufgenommen hat. Schlagartig sind die Bilder verschwunden. Angst ist der Wind auf einer Wiese voller Grashalme. Er wirft sie hin und her und ist dabei so zufällig unfair, doch auch ein Grashalm muss schlafen. Ich will nicht, dass mir jemand sagt, was ich zu tun habe, aber das Leben ist der größte Kontrollfreak von allen. Bedürfnisse sind Aufgaben und wenn ich sie nicht erledige, sterbe ich auf kurz oder lang, so sieht es aus.
Ich will das so nicht. Ich will auf einem Dachvorsprung sitzen und die Sonnenauf- und Untergänge wie Sekunden erleben. Ich will nicht schwach sein, aber das Leben ist unser größter Feind, keiner wird ihn jemals besiegen.

Frohe Weihnachten🎄

Ich wünsche allen frohe Weihnachten!

Ein Highfive an jeden, der heute nicht kochen muss und ein Shoutout an die Mütter, die heute mal wieder alles im Griff haben. Muss ich erst morgen.
Meine Katzi lässt sich keine Weihnachtsmütze aufsetzen und wir haben keine Kleinkinder in der Familie, denen wir die Weihnachtsgeschichte verkaufen müssen, also wird heute Abend wohl nur getrunken. Ich werde wohl am betrunkensten von allen sein, weil ich natürlich mit Migräne erwacht bin und es Schmerztabletten als Weihnachtsfrühstück gab. Aber ich denke auch das ist ein Vorteil.
Früher war ich immer aufgeregt, weil ich Geschenke bekam, heute bin ich aufgeregt, weil ich Geschenke mache. Natürlich ist es das Fest der Liebe und damit assoziiert man sofort die eigene Familie, aber denkt heute doch auch mal kurz an alle, die nicht so viel davon haben. Von Familie und Liebe. Sagt euren Mitmenschen, dass ihr sie schätzt oder liebhabt. Denkt an die Bäckersfrau, die immer genau weiß, was du haben willst, oder den Nachbarn, den du kaum zu Gesicht bekommst. Ein Lächeln und ein „frohe Weihnachten“ kostet nichts.

Cheers.